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Die Streiktaktik der GDL wird brutaler!

So langsam fehlen einem doch die Worte, wenn man dieses ganze (traurige) Theater anschaut!

Mir scheint es, als würde die GDL einen Guerillakrieg vorbereiten und sich für die kommenden Monate schwer bewaffnen! In diesem Zusammenhang habe ich mal was kleines zum Schmunzeln ge-photoshopped.

GDL-goes-RAF.jpg

Aktuell heißt es, dass man unbefristet streiken will, wenn die Bahnführung den Lokführern nicht entgegenkommt. Mindestens bis Weihnachten und die Streikkassen bieten Streikgeld bis Februar 2008. Hallo? Hat das noch was mit Arbeitskampf zu tun? Allein der, der darüber nachdenkt gehört verkloppt. Über den wirtschaftlichen Schaden reden wir besser gar nicht.

Ich habe vollstes Verständnis für den Willen nach einem eigenen Tarifvertrag, gerade in Zeiten wo die Lokführer von Morgen aus Chips und CPUs bestehen. Die Lokführer als Marionetten von Manfred Schell, dem Chef der GDL streiken artig weiter… Aber machen wir uns nichts vor: Was kann ein Lokführer denn, außer Zugfahren? Wo ist da die alternative Qualifikation? Wenn die alle mal arbeitslos werden, sind sie ein gefundenes Fressen für die albernen Umschulungsmaßnahmen der Bundesagentur für Arbeit und potentielle Langzeitarbeitslose. HartzIV lässt grüßen.

Beim Radiozappen bin ich gestern bei 104.6 RTL hängen geblieben, dort wurden Leute auf den Bahnsteigen gefragt, die auf eine S-Bahn warteten (immerhin wurde ja ein 40-Minuten-Notfallplan gewährleistet). So Sprüche “Man, ick krieg’ hier’n Föhn!” und “Der Mehrdorn soll denen endlich ihren scheiß Tarifvertrag geben!” machen klar, wieviel Rückendeckung die Lokführer bei den BILD-Lesern haben. Mal ehrlich, mehr als eine “erzwungene” Lösung kommt eh nicht mehr zu Stande. Wären Angebot und Forderung annähernd auf einem Level, hätten wir nicht seit Monaten dieses Theater. Aber dass sich die Bahn auf die GDL zu bewegen muss ist klar. Ansonsten versinkt Berlin so richtig im Chaos. Berlin und sein Streik wird dann sicher auch neue Kapitel bekommen…

PS: Schell, Du nervst! Gönn’ Dir lieber nochmal ein bisschen Kur, nach dem vielen Stress…

4 Responses to “Die Streiktaktik der GDL wird brutaler!”

  1. 1
    JoaquinNo Gravatar Says:

    Es ist aber doch im Moment überall so, dass nicht wenige Firmen gute Gewinne einfahren und außer dem Vorstand und ein paar Mädels in Brassilien während der Geschäftsreisen, bekommt keiner das Geld zu sehen. Von daher finde ich es mal richtig schön, dass hier bis zum abwinken gestreikt wird, damit auch die etwas von dem Gewinn bekommen, die fern von zu Hause dafür arbeiten.

  2. 2
    TobiNo Gravatar Says:

    Prinzipiell hast Du Recht. Man muss aber auch sehen, welche gesamtgesellschaftliche Verantwortung die Bahn hat. Das ist vielen wohl nicht bewusst. Gewinne an die Mitarbeiter ausschütten wäre ein feiner Zug. Aber das Theater wird wohl eher dazu führen, dass der Börsengang platzt und die Gewinne demnächst nicht mehr so hoch sind…

  3. 3
    MarkusNo Gravatar Says:

    Ach und weil die Gewinne demnächst nicht mehr so hoch sein sollen bekommt der Herr Mehdorn ne Gehaltserhöhung von 200% oder was? Ich glaub deine Argumentation solltest du nochmal überdenken! Und ich finde es klappt auch ohne die Bahn ganz gut. Okay, die Straßen sind etwas voller, die U-Bahn auch aber ansonsten kommen doch alle innerhalb von Berlin ganz gut zur Arbeit (wenn auch in einer etwas längeren Zeit). Wegen mir können die ruhig weitermachen. Die Bahn MUSS nachgeben!

  4. 4
    TobiNo Gravatar Says:

    Die Bahn wird nachgeben. Mit Sicherheit. Aus der Zwickmühle kommt sie ja nicht mehr raus. Worauf ich hinaus wollte, ein Streik bis Weihnachten wäre gesamtwirtschaftlich nicht zu tragen, kleinere Streiks á 3-5 Tage sind heftiger. 2 Monate streiken, da findet die Industrie andere Wege um Ware zu bekommen, die kleinen “von heute auf Morgen”-Schübe sind effektiver, weil sich niemand drauf einstellen und vorbereiten kann… Guerillataktik eben… ^^

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