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Archiv für Dezember, 2007

Sweet Sushi

Mittwoch, Dezember 12th, 2007

Mhhh… heut’ Abend nach einer sehr aufregenden (im warsten Sinne des Wortes) Metalltechniksitzung packte mich der gelegentlich wiederkehrende Appetit auf Sushi. Mh. Gute Idee. Papa Nô liegt ja aufm Weg.

Und das tolle, die Filiale Warschauer Straße, Ecke Boxhagener Straße hat jetzt eine “Sushi to go-Area”, direkt bestellen, wird frisch zubereitet und ab nach Hause mit dem lecker HappaHappa.

Neben der üblichen Bestellung (Inari Maki, California Inside Out, Unagi Maki, Sake Maki, Yakitori, Ebi - Ich hatte übrigens Hunger!) habe ich etwas (neues?) feines auf der Karte entdeckt. Milchreis Maki nennt sich das. Woah wasn das? 6 Sushiröllchen, aber mit Milchreis und statt Seetank wird dieses bunte Sojapapier verwendet. Und als Füllung gibt’s Banane und Pfirsich, je 3. 6 Stück für 2,80 EUR, dazu ‘ne Schale Schokosauce (statt Sojasauce bei “normalem” Sushi).

Ja klar, Naschkatze Tobi natürlich direkt mit in Auftrag gegeben.

sweet-sushi1.jpg sweet-sushi2.jpg

Mhhh lecker. Cooles Dessert. Die Schokosauce ist’n bisschen heftig dazu und versaut irgendwie den Geschmack von Milchreis und Pfirsich/Banane, ist aber ‘ne coole Idee. Da hat ja etwas mein Standard-Dessert (Gebackene Banane) abgelöst.

Beim nächsten Papa Nô-Aufenthalt unbedingt probieren!

Aggro (ÖPNV) Berlin.

Freitag, Dezember 7th, 2007

Dass S-Bahnfahren toll ist wisst ihr. Und was man dabei so erlebt, bzw. was für Typen man begegnet, wisst ihr spätestens seit meiner S-Bahnkolumne.

Aber noch viel geiler ist es ja in so ‘ner Straßenbahn.

Berlin, ein grauer Freitag Morgen, es ist 6:45 Uhr. Es regnet. Geschätzte Temperatur, ca. 5° C, Windgeschwindigkeit, na ja… irgendwas zwischen “ganz schön luftig” und Orkanstärke.

Die Straßenbahn trudelt ein, Tür uff. Peng! Wand! 45° C, 99,5% Luftfeuchtigkeit. Fette Jacke, Handschuhe, Schal. Junge, Junge, wird warm, wa? Jacke uff, Schal ab. Immernoch warm. Die Bahn natürlich sauvoll, nüscht iss’ mit Sitzplatz. Drumherum viele pustende Gesichter, denen das tropische Klima in der Bahn genauso schmeckt. Also, meine Mission steht fest, die kleine Frau neben mir hat keine Chance, jemals die Dachluke zu erreichen, also werde ich diesen Job auf mich nehmen. Bewusst wähle ich nicht die Dachluke, die sich gegen die Fahrrichtung öffnet, sodass die Luft direkt durch die Bahn pfeift, sondern jene, die nur einen leichten Luftstrom erzeugt und eher warme Luft absaugt. Ich muss es wissen, immerhin stoße ich mir an der Stange unter der Luke regelmäßig den Kopf. Und glaubt mir, so luftig ist es da oben gar nicht! ;)

Oooooh. Schön. Die Temperatur fällt schlagartig, die Atembeklemmungen verschwinden allmälig und man kann schon fast durch das eine Fenster gucken. “Alta, ick gloob’ ditt hackt. Watt machste denn die scheisse da uff, man? Ditt iss’ kalt. Hast Du’n Knall?” brüllt jemand hinter seiner “Die Hellersdorfer”-Zeitung hervor. “Meister, haste ma versucht durch ditt Fenster da kieken? Merkste watt?” - Derweil ist die Bahn noch voller geworden und die geöffnete Dachluke reicht nicht mehr aus um ein gemäßigtes Klima innerhalb der Bahn zu gewährleisten. Aber da gibt es ja zum Glück die Seitenfenster, mhh ich muss zugeben, wenn so’n Teil offen ist, dann pfeift’s auch richtig. Aber scheiss drauf. Ich habe eine Mission! “Samma iss ditt jetzt dein Ernst, oder watt? Muss ick ditt jetzt erst zumachen, ODER MACHSTE JETZT ENDLICH MA DITT SCHEISS FENSTER, UND DIE KACKLUKE DA OBEN ZU?”

Die 14-jährige Jamba!-Braut (Definition: Siehe S-Bahnkolumne) neben dem Hellersdorfer Schreihals ist gerade wach geworden, nimmt Bushido aus’m Ohr: “Ey watt schrei’n se denn hier so rum? Sei’n se doch froh, dasse hier drinne nich ersticken!” - “Wer hat denn dich gefragt? Und Du da! Jaaaa, Du! Watt jetzt? DIE SCHEISSE ISS’ IMMERNOCH OFFEN” - “Man, die scheisse bleibt ooch offen!” - Mutti neben mir, geschätzt: Mitte 40, “Na ja junger Mann, also das Seitenfenster könnten Sie ja vielleicht doch zu machen, warm ist der Wind ja nicht gerade”. “Man, der Arsch soll auch diese scheiss Luke zu machen, das ist kalt hier!!!”. “Der Arsch macht das Fenster zu, Chef, die Luke bleibt offen. Angekommen?” - “Wirste jetzt auch noch frech, oder watt? Ick steh’ gleich uff”. “Gute Idee, dann kann sich die ältere Dame an den Krücken, die da neben Ihnen steht, vielleicht hinsetzen!” - Die Gesichter um mich herum vermitteln mir, Punkt für mich! Entgegen meiner Erwartung steht der lautstarke 150kg-Sack doch tatsächlich auf, faltet “Die Hellersdorfer” zusammen und verstaut sie in seiner LIDL-Tüte. Oma Stock nimmt Platz. Jetzt, wo der Schreihals steht, fällt ihm auf, dass ich ca. 3 Köpfe größer bin und auch er niemals diese scheiss Luke erreichen wird. Einen blöder, verdutzter Blick ist vom lautstarken Organ übrig geblieben.

“Ding Dong - S-Bahnhof Landsberger Allee” - Ooooh. Tobi muss aussteigen. Und die Luke muss wohl offen bleiben.

Die Ringbahn fährt ein, bleibt stehen, ich kann gar nicht durch die Fenster schauen. Was’n da los? Die Türen gehen auf. Kein Platz, überall Leute. Au man, hier ein bisschen schieben, da ein bisschen drücken und ein höfliches “Ääh, könnte ich mal bitte?” und ich ergattere diesen kleinen Platz an der Tür. Die Türen gehen zu. Alexa-Atmosphäre beschreibt den Zustand wohl am besten. Durch das Gerüttel klatsche ich mit der Wange kurz gegen die Scheibe und rubble ein Loch frei, welches sofort wieder beschlägt. 180°-Scanblick… “Hallo, könnten Sie vielleicht ein Fenster aufmachen?” - “Ja, klar.” - Fenster offen. So ‘ne Ökoschnitte im Selfmade-Wollpulli steht auf, PENG, Fenster zu. “Alta, spinnst Du? Ditt iss’ Winter draußen!”

Berlin bloggt die Welt!

Freitag, Dezember 7th, 2007

Berlin ist toll. Ich weiß. Touristenmagnet, Multikultimetropole, Randgruppensammelbecken, Freakshow, Kulturgut und mindestens noch eine Prise Geschichte, mal so als Abriss, was unsere Stadt ausmacht. Neben den vielen anderen Dingen.

Berlin fasziniert nicht nur die in Berlin geborenen, sondern auch die Wahlberliner. Da gibt es zum Beispiel den Briten Ian Barwick, er bloggt auf berlin-faq.com über Hauptstadtkuriositäten. In die Liste der Blogger reihen sich zusätzlich Amerikaner und Kanadier ein. Stil in Berlin ist ein Blogprojekt, bei dem man die Outfits einiger schräger (Berliner) Vögel präsentiert. Das ohne beiläufige blöde Kommentare. Das müsst ihr Euch angucken, ich würde solche Bilder nie unkommentiert veröffentlichen… ;) Aber die Jungs sind Gentlemen und schweigen. Gut so. Sehr sehenswert! Bei Knicken beschäftigt man sich mit Musik und Pop-Kultur, ein immer interessantes Thema. Für bessere elektronische Musik setzt sich das Berlin-Mitte-Institut ein.

Ich bin auch mehr als froh, nicht soviel Zeit wie die Betreiber vom Ostkreuzblog zu haben, dort wird popelig genau der Umbau des Bahnhofs Ostkreuz beschrieben, sowie jeder Pfund einer rostigen Schraube unter einem Sandhaufen genaustens dokumentiert. Langeweile muss man haben! Aber ich möchte das Engagement nicht unerwähnt lassen! ;)

Mein Kolumne “Berlin bloggt die Welt” werde ich jetzt regelmäßig veröffentlichen, da ich doch in einigen Berliner Blogs häufig rumstöbere. Und die Klassiker Spreeblick und den Hauptstadtblog kennt ja jeder, aber die kleineren Projekte möchte ich gern ein wenig unterstützen, um vielleicht selbst etwas Aufmerksamkeit zu bekommen und natürlich auch Euch, meinen Besuchern die Berliner Blogger vorzustellen.

trigami bekennt sich erneut zum “nofollow”-Attribut für Links

Montag, Dezember 3rd, 2007

Heute gab’s einen Newsletter von trigami, wo man sich erneut zu der Google-Thematik bekennt.

Da viele Blogger herbe PageRank-Einbußen hinnehmen mussten, woraus unter anderem Besucherrückgänge resultierten, gabs erneut die Empfehlung “[…] alle Links in allen trigami-Einträgen (auch vergangenen) mit einem „nofollow”-Attribut zu versehen […]“. Ich hatte in einem anderen Blog, weiß leider nicht mehr wo, gelesen dass sich darüber ein Kunde beschwert hat, mit der Begründung, dass der trigami-Auftrag mit diesem Wissen nie zu Stande gekommen wäre. Wie dem auch sei, ich bin dem Aufruf jetzt nachgekommen und habe ebenfalls alle bisherigen Rezensionen mit einem “nofollow”-Attribut versehen, um einem eventuellen, zukünftigen PageRank-Verlust entgegenzuwirken.

Bei Blogs mit vielen Posts und mehr Aufwand, macht sich das “trigami-nofollow Plugin für Wordpress” ganz praktisch, worauf ich hier mal aufmerksam machen möchte.