Straßenverkehrslektion: Der Tod an der Ampel
Jeder, der schon mal mit mir Autofahren durfte weiß, wie hektisch ich versuche die Spur zu wechseln, wenn ich LKWs, Kleintransporter, oder ganz schlimm, Busse vor mir habe. Ganz extrem entfaltet sich dieses Gen in Ampelnähe, dort wird prinzipiell aus sicherer Distanz ein schnellerer Riemen aufgelegt um im fließenden Verkehr die Nase vorn zu haben, sodass noch vor erreichen der Ampel die Spur gewählt werden kann, die möglichst wenig Beschleunigungskiller anbietet.
Eine ähnliche Allergie habe ich gegen Fahrschulen, Opas (oder wie mein Fahrlehrer damals sagte: “Alter Mann mit Hut, gefährlich, ganz gefährlich!”) und Taxis, deren Licht auf dem Dach leuchtet, denn, denen macht niemand Dampf “Ey Alta, ick muss da hin!” und die werden sich hüten, unnützerweise den teuren Diesel zu verblasen, da dies ihr Einkommen schmälern würde.
Aber der totale, ultimative und absolute Killer sind geschwindigkeitsgedrosselte Fahrzeuge für alte Leute. Das geht gar nicht. Dagegen entspricht die Beschleunigung durchschnittlicher Busse dem 5-fachen. Da gilt es, gekonnt die Zeichen für solche Gefahren zu erkennen und schnellstmöglich zu handeln. Eine Fehlentscheidung kann hier mehrere Ampelphasen kosten. Aus diesem Grunde die heutige Lektion mit einer klaren Markierung, sodass euch dieses Schicksal niemals heimsucht.



März 17th, 2008 at 12:16
Autofahren in der Grossstadt scheint sowieso irgendwie das moderne tägliche Gemetzel und Abenteuertum für den urbanen Menschen. Allerdings lernt man vermutlich Berlin, Wien und sogar den täglichen Horror in Gruezikon wieder zu schätzen und zu genießen wenn man mal Autofahren in Athen, Ankara, Lagos oder Kalkutta genossen hat…
März 17th, 2008 at 13:31
Gemetzel trifft es gut.
Jaaa… da gehts sicher auch gut ab. Ich kenne nur Rom und Paris selbst und das ist schon ziemlich witzig im Gegensatz zu Berlin.