Zugedröhnt durch Pfingsten…
… wäre doch mal was anderes, dachten sich allerhand Techno- und Electrofreunde am ausklingenden Pfingstwochenende und besuchten das Festival “Home Sweet Home“. Dieses Jahr in Schöneweide (gehört zum Stadtbezirk Köpenick) stattfindend, ging es 32 Stunden Non-Stop durch eine heiße Nacht.
Da ich ja persönlich hin und wieder für Mucke dieser Art zu haben bin, wars schon ganz witzig, dann am Pfingstmontag (also heute) gegen 16 Uhr mal einen Abstecher dort hin zu machen. Ich muss zugeben, es gibt kaum eine bessere Möglichkeit, als OpenAir-Veranstaltungen für elektronische Tanzmusik, um soviele völlig zugedröhnte und abgeschossene Zombies zu sehen! Freakshow und Zirkus in einem. Die nachts in Richtung Bar 25 wankenden Gestalten haben sich eifrig in Schöneweide versammelt und zwischen den vielen bereits Halbtoten fleißig weitergetanzt. Knappe 2 Stunden haben wir mitgeschunkelt und uns die Sonne auf den Pelz brennen lassen. Im Eintrittspreis von 10 EUR (als wir kamen nur noch 5 EUR) war immerhin Frei-Sonnencreme inbegriffen, die man an der Bar nebst Bier und Coke in Abgabemenge “Hand voll” bestellen konnte. So distanziert sich der Veranstalter von Hautkrebs erregenden Sonnenstrahlen. Müsste man dann nicht eigentlich auch den Suff weglassen? Denn der in Kombination mit der Sonne haut ja so einigen die Füße weg. Aber es ist ja auch nicht so, als wären da nicht noch andere Substanzen im Spiel.
Zum Glück bin ich nur manchmal dafür zu haben und bewege mich nicht zu sehr in den elektronischen Kreisen. Man muss das schon ziemlich intensiv leben um zu schnallen, was in den Patienten eigentlich vorgeht, die sich Woche für Woche im Chemielabor hiesiger Lokalkolumbianer bedienen und das Wochenende durchdröhnen.
In diesem Sinne, die public Freakshow 2008 ist eröffnet, wer mal lachen will, unbedingt ein so’n Festival mitnehmen. Vielleicht suche ich mal ein paar raus und veröffentliche eine Liste ähnlich der mit den Strandbars in Berlin.
In diesem Sinne…



Mai 13th, 2008 at 07:08
Pfingsten mit Dröhnung in der Dühnung zu verbringen ist nichts widernatürliches, sondern ein alter Brauch. Schließlich hieß es schon im Altmittelhochpfizlischen “de Flasch pfingsten”, was soviel wie (sehr ungefähr) “das Trinkbehältnis entkorken” bedeutete. Da tut endlich mal jemand was für Traditionspflege. Prost.