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“Stoppt die Toastshow von Radio Energy” - Und was dahinter steckt…

Seit gut 2 Wochen klebt bei mir am Ostkreuz alles voll, mit diesen kleinen, gut sichtbaren Aufklebern. Straßenschilder, Verkehrsschilder, Telefonzellen, Briefkästen, Mülleimer, Laternen und so ziemlich alles, was irgendwie die Öffentlichkeit ziert, wird mit diesen Teilen vollgeklebt.

Stoppt die Toastshow von Radio Energy” - Eine Aktion gegen eine Radioshow, bei der die menschliche Würde zum Verkauf steht. Leck anderen die Füße und du bekommst Geld! Hartz IV-Entertainment goes Radio!

Oder ist es doch nicht nur einfach eine Aktion gegen diese Radioshow, sondern eine, zugegebenermaßen schlecht umgesetzte, Viral-/Guerillakampagne?

Nach dem ich mich mit dem Thema nun etwas auseinander gesetzt habe, könnte ich es durchaus verstehen, wenn irgendwelche Hobby-Menschenrechtler gegen den freiwilligen Verzicht auf Artikel 1 unseres Grundgesetzes protestieren und dem Radiosender Energy an den Hals gehen. Aber wenn man dann schon in der ganzen Stadt Aufkleber verteilt (von Kollegen hörte ich, dass Köpenick, Schöneberg, Kreuzberg, Mitte, Charlottenburg beklebt wurden und bei mir in Friedrichshain klebt halt auch alles voll), dann würde man die Aktion doch so aufrollen, dass Interessierte eine Antwort auf das “Hä?” erhalten.

Also, liebe Marketingabteilung im Hause Radio Energy! Eine Aktion dieser Art, sollte im Informationszeitalter nun wenigstens bei Google zu einer Antwort führen und eine plumpe Website zur Aktion hättet ihr spendieren können, um dem Pöbel seine Ruhe zu geben. Denn dann hätte eure Aktion durchaus Glaubwürdigkeit erhalten. Aber kein Energy-Guerilla der sich für die Rechte von Menschen einsetzen würde, die für 50 EUR oder Kinokarten ihre Würde verkaufen, würde so einfallslos agieren.

Und machen wir uns nichts vor, euren Radiosender macht es mit Sicherheit auch nicht besser. Auch, wenn die Aufmerksamkeit etwas angezogen wird und ich und einige andere nun etwas dazu schreiben. Getreu dem Motto “Auch schlechte Publicity, ist Publicity!”. Nur eben mit “ohne Effekt”.

In diesem Sinne! Wenn morgen eine fette Protest-Website auftaucht, seid euch sicher, ich bin der Erste, der den Denic-Eintrag checkt!

Soviel aus dem Lehrbuch “How to do not guerilla marketing“.

Links zum Thema:

17 Responses to ““Stoppt die Toastshow von Radio Energy” - Und was dahinter steckt…”

Seiten: [2] 1 »

  1. 17
    Life is a beach. Says:

    Umschalten….

    Eigentlich bin ich viel zu spät dran mit dieser Entdeckung. Denn wie ich auf verschiedenen Blogs (z.B. auf peterpfeiffer.info und tobiwei) sehe, wurde diese Aktion bereits im Februar schon diskutiert. Mir sind die Aufkleber und Plakate aber erst vor k…

  2. 16
    Night site BerlinNo Gravatar Says:

    darum einfach den ganzen scheis entfernen , sowas hat in f-hain nichts verloren . es ist nicht politisch , es ist werbung , es ist ein furchtbarer radiosender der sich erlaubt hat unsere denkstrukturen in f-hain zu untergraben . radiowerbung die aussieht wie attack oder antifa flyer kann ich nicht gut heisen . abreisen , anzünden und den müll dem radio vor die haustür legen…papier und gedanken verschwendung…

  3. 15
    AndreasNo Gravatar Says:

    Jede Zeile, die im Netz geschrieben wird, ist der erwünschte Effekt. Irgendwelche Auflösungsseiten würden den Effekt kaputtmachen. Darum werden sie einen Teufel tun.

    Liebe Grüße

    Andreas

  4. 14
    SvenNo Gravatar Says:

    Ich glaube da schalten viele RadioEnergy ein um die Toastshow zuhören!. Das reicht doch völlig, aus Sicht der Werbenden. Ich habs gesehen, und kannte RadioEnergy nicht, habs bis jetzt auch nicht gehört – kann mir aber vorstellen das ja Jingles im Programm zu hören sind – mit der Auflösung

  5. 13
    mmNo Gravatar Says:

    gut aber geht man mal vom Ottonormalverbraucher aus, der geht ja nicht die Gedankenwege, sondern dem fällt es auf oder auch nicht, je nachdem wen man erreichen will. Ich finde diese Art von Werbung tausend mal kreativer als Promoter zu buchen die am Straßenrand stehen und ein Banner hochhalten und dir dann eine Karte zustecken, daher doch die Frage wie werden die Menschen heutzutage noch erreicht. klar kann man darüber streiten ob das kleben der Aufkleber sinn macht, aber wie schon bemerkt, es geht um die Bekannheit und im zweiten Schritt um das Produkt,

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