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Im Vergleich: LED Lenser M1 vs. Fenix PD20

[Trigami-Review]

Vor 2 Wochen lag sie im Briefkasten. Ich nenne sie, die kleine Schwarze. Handlich, im Hosentaschformat, stabil und robust gebaut und auf Knopfdruck hell. Sehr hell. Worum es geht? Um eine Taschenlampe. Aber nicht irgendwie eine Taschenlampe, mit der man mal im Auto unter dem Sitz die 1 Euro-Münzen sucht oder unterm Schreibtisch rumkriecht. Nein, eine Taschenlampe, mit der man die ganze Straße hell erleuchtet oder einen Angreifer in die Flucht schlägt. Nicht durch die große schwere Bauform, wie beim amerikanischen Modell von Maglite, sondern durch Leuchtkraft und den eingebauten Stroboskopmodus.

Und die soll in die Hosentasche passen? Tut sie. Sogar in eine Kleine.

Der Markt der LED-Taschenlampen wäre ja aber langweilig, wenn es keine Konkurrenz gäbe. Das der LED Lenser M1 gegenüberstehende Produkt ist die Fenix PD20. Auf den ersten Blick ist die Bauform ähnlich und man erwartet auch sicherlich ein ähnliches Leistungsergebnis. Da täuscht man sich jedoch schnell, wenn man sich die Lampen mal genauer anschaut.

Der erste Eindruck macht klar, dass allein die Verpackung bei der LED Lenser M1 viel höherwertiger ist, als die der Fenix PD20. Bei beiden sind Befestigungs- und Aufbewahrungsutensilien, wie ein Holster, enthalten. Beide Geräte benötigen eine etwas exotische Batterie, nämlich eine CR123A. Eigentlich dachte ich, sowas wäre ausgestorben. Mit diesen Batterien liefen früher Fotoapparate und im Digicam-Zeitalter habe ich diese Batterien ausgerottet geglaubt. Damit steht auch gleich fest: Mal so eben im Elektrohandel um die Ecke, wird man hierfür keine Batterie bekommen, sondern man muss sich einen speziellen Händler raussuchen. Im Fall der Fenix PD20 doppelt schlecht, weil dort im Lieferumfang keine Batterie enthalten ist. Bei der LED Lenser hingegen schon.

Der Aufbau beider Lampen ist ähnlich, mir fällt nur der Unterschied der Verarbeitungsqualität auf. Die Fenix wirkt weniger hochwertig und ganz besonders sauer stößt mir auf, dass nicht mal eine Markierung vorhanden ist, wie man die Batterie richtig herum einzulegen hat. Für jemanden mit technischem Verständnis ist es eindeutig, aber das hat ja nun mal nicht jeder. Bei der Fenix PD20 ist das Teil zum Einschrauben der Batterie an einem Außengewinde befestigt, welches recht scharfkantig ist. Wenn man die Batterie nun also mal im Dunkeln wechseln muss und kältebedingt zittrige Hände hat, kann man sich daran durchaus verletzen. Das ist bei der LED Lenser M1 etwas praktischer mit einem Innengewinde gelöst, was der Schraubverbindung an dieser Stelle auch mehr Stabilität verschafft.

Die LED Lenser M1 bietet 3 verschiedene Leuchtmodis an. Der Ein/Aus-Schalter befindet sich am Ende des Geräts. Drückt man diesen Knopf 1 Mal, bekommt man 100% Leuchtkraft und kann so manchen beeindrucken, dass ein so kleines Spielzeug doch so hell sein kann. Tippt man den Knopf an um ihn anschließend durchzudrücken, hat man einen Energiesparmodus, der mit 15% fährt, was vollkommen ausreicht, wenn man eben mal etwas unter dem Autositz sucht. 2 Mal antippen und durchdrücken schaltet in einen Stroboskopmodus, mit dem man sich in einer Gefahrensituation helfen soll. Ist der Angreifer zufällig Epileptiker, klappt das auch bestimmt, ansonsten ist der Gegenüber “nur” ein wenig in seiner Koordination gestört. Dazu kommt, dass man bei entsprechend erhöhtem Adrenalinpegel erstmal innerhalb einer Sekunde dieses Spielchen mit dem 2 x Antippen und Durckdrücken hinbekommen muss.

Kaufentscheidend ist ja nun aber irgendwie doch eher die Leuchtkraft, als das Design. Daher habe ich mal einen Vergleich zwischen beiden Taschenlampen an meiner der Wand in meinem Schlafzimmer durchgeführt.

vergleich-led-lenser-m1-fenix-pd20.jpg

Man sieht es im direkten Vergleich leider nicht so gut, wie real, aber die Leuchtkraft der LED Lenser M1 übersteigt die der Fenix PD20 doch um einiges und die Fokussierbarkeit erlaubt von einem kleinen Punkt, bis zu einer ordentlichen Fläche etwas zu beleuchten, was der Fenix PD20 gegenüber ein weiterer Vorteil ist.

Ich habe mir außerdem mal den Spaß gemacht und die Leuchtkraft mit einem Luxmeter gemessen und mit einer handelsüblichen Taschenlampe verglichen, das Ergebnis sieht man hier:

 

Auffällig ist natürlich die unterschiedliche Farbtemperatur der LED Lenser, die Helligkeit spricht aber hier für sich, wie man dem Luxmeter entnehmen kann.

Ich habe eine Testanleitung bekommen in der auch stand, dass ich die Taschenlampe ruhig mal in einen Eimer Wasser werfen soll. Ich habe dabei erst an den großen Eimer, die Spree, gedacht, das war jetzt aber irgendwie nicht mehr realisierbar, weshalb ich den Swimming Pool meines Vaters als großen Wassereimer benutzt habe. Die LED Lenser funktioniert, wie man sieht, auch unter Wasser sehr gut und scheint keinen Schaden zu nehmen,  dennoch ist sie nicht wasserdicht. Hinter der Linse war tagelang Wasser und diesen Teil der Taschenlampe kann man nicht öffnen um das Wasser zu beseitigen. Dies beeinflusst im Umkehrschluss wieder das Abstrahlen vom Licht, weil ja jeder Tropfen für sich wieder eine Linse ist.

Die Schiebevorrichtung zum Fokussieren ist darüber hinaus nach außen empfindlich gegen Schmutz (z.B. bei der LED Lenser K3 intelligenter gelöst) und etwas Sand macht sie gleich sehr schwergängig. Hier musste ich wirklich ganz schön pusten und tun, um den Sand wegzubekommen und nachher noch etwas Öl dazu geben, dass man wieder leicht fokussieren kann.

Fazit

Alles in Allem ist die LED Lenser M1, verglichen mit der Fenix PD20, schon deutlich das bessere Gerät. Sowohl in Qualität und Verarbeitung, wie auch in Leuchtkraft und Bedienung. Da sie nicht viel Platz wegnimmt, kann man sie gut und gerne überall mit hinnehmen, wo man mal Licht gebrauchen könnte…und wem das noch nicht reicht, der kann mit anderen Besitzern von LED Lenser-Produkten in der hauseigenen Community diskutieren.

Eine weitere sehr lesenswerte Review gibt es hier:

3 Responses to “Im Vergleich: LED Lenser M1 vs. Fenix PD20”

  1. 1
    EnergietankNo Gravatar Says:

    Warum gehst du nicht auf die Bedienung der Fenix ein? Höre eigentlich zum ersten Mal, dass jemandem das Rumtippsen auf dem Schalter besser gefällt als das Bedienkonzept der Fenix im direkten Vergleich.

    Du gehst auch auf das Focus-System der LL ein. Normalerweise freuen sich die Leute bei LED-Lampen darüber, dass sie auch ohne manuellen Eingriff gutes gleichmäßiges Flutlicht mit einem sehr hellen Spot ohne Ringe & Donuts haben - nämlich durch einen passenden Reflektor. War dir das keine Erwähnung wert?

    Was ist mit der Leichtgängigkeit der Schiebevorrichtung? Nervt es nicht, wenn sich der Fokus von alleine verstellt, sobald das System etwas “ausgeleiert” ist und die Lampe aus dem Holster geholt wird?

    Ich hätte es auch sinnvoller gefunden, einmal Beamshots an einer hellen Wand und aber auch draussen zu machen - wie bei fast allen Lampenreviews, die man so im Netz (cpf, messerforum, etc.) findet. Das Focus-System der LL ergibt bei Flutlicht lustige farbige & dunkle Ringe bzw. teilweise ein Donuthole, aber auch bei Focus farbige Ringe.

    Zum Focus-System und den farbigen Ringen hier ein paar aussagekräftige Fotos: http://www.messerforum.net/showthread.php?t=61252
    Es ist eine andere Lampe von LL, aber ebenfalls mit LL-Focussystem.

    Naja, wenigstens hat LL dieser Lampe augenscheinlich endlich eine Regelung spendiert und ist von diesen furchtbaren “Energietanks” mit ungeeigneten AAA-Micro-Batterien weg…

  2. 2
    TobiNo Gravatar Says:

    Was auch immer dein Beitrag hier bezwecken soll, ist es mir ja wohl selbst überlassen, wie und warum ich welche Funktionen wie herausragend beurteile und beschreibe.

    Ein “ausleiern” der Schiebevorrichtung halte ich bei der LED Lenser für ausgeschlossen, da das mechanisch schwierig ist. Durch ein bisschen hin- und hergeschriebe vergrößerst Du nicht den Durchmesser der Bohrung.
    Und für mich persönlich ist es ein Mehrwert, dass ich fokussieren kann, auch, wenn ich da mit einem kleinen Fleck in der Mitte, den Du Donuthole nennst, leben muss. Die Fenix hat nicht mal eine Fokussierung, was ich weniger nützlich finde.

    Und was andere über diese Lämpchen schreiben ist mir egal, ich schreibe ja hier schließlich meine Meinung und kopiere nicht die von anderen.

  3. 3
    EnergietankNo Gravatar Says:

    Da du Kommentare in deinem Blog zulässt, erschien es mir, als wäre es erlaubt, deine Beiträge zu kommentieren.

    Deshalb habe ich einen Kommentar geschrieben, um auf die Dinge hinzuweisen, die in einem objektiven Test meiner Meinung nach zu kurz gekommen sind.
    Ich greife ja gar nicht deine Meinung an oder verlange, dass du die anderer Leute kopierst, aber du musst mit solchen Hinweisen leben, wenn du das Userinterface von Lampe A beschreibst und das Bedienkonzept von Lampe B (die nicht Testsieger wird) einfach übergehst.
    Ob das jetzt ein etwas nachlässiger Text ist oder ob paranoide Zeitgenossen sagen “Na, durftest wohl die LL behalten und musstest die Fenix wieder abgeben”, tut nichts zur Sache. Beide Lampen sollten gleich abgehandelt werden, soweit es möglich ist. Und die Fenix hat nun mal auch mehrere Stufen.

    Zur Fokussierung: Ich verstehe langsam, dass du gerne eine Fokussierung haben möchtest (so wie bei den guten alten Maglites). Es ist ja auch völlig okay, wenn aus diesem Grund deine Wahl auf die LL fällt. Ich akzeptiere jetzt auch des lieben Frieden willens, dass du die beiden Extremstellungen Focus und Flutlicht besser findest als den Beam der Fenix.

    Aber die Formulierung “Fenix hat nicht mal eine Fokussierung” ist Blödsinn. Natürlich hat Fenix keine, Fenix braucht auch keine, weil Spill und Spot mit dem feststehenden Reflektor super brauchbar und gut sind.
    Du suggerierst doch mit dieser Formulierung, als ob Fokussierung bei modernen LED-Lampen normal wäre. Das ist grundlegend falsch - nur eine LL und eine Handvoll Billig-Chinalampen haben eine manuell verstellbare Fokussierung.

    Also eher:
    “Fenix hat, wie üblich, keine Fokussierung. Der Beam hat einen hellen Hotspot und ausreichend Spill zum Wandern (siehe Beamshots). Nichts neues, funktioniert gut.

    LED-Lenser geht einen anderen Weg und verbaut ein Fokus-System. Die Spot-Einstellung ist wirklich sehr fokussiert und die Flutlichteinstellung gibt eine tolle wall-of-light (siehe Beamshots), zeigen aber beide farbige Ringe. Ob es den Anwender z.b. in der Natur stört, muss jeder für sich entscheiden (siehe Beamshots). Die Stufen zwischen Focus und Spot zeigen deutliche Artefakte (siehe Beamshots) und sind quasi unbrauchbar. Man muss leider auch damit leben, dass sich der Fokus verstellt, sobald man die Lampe in das Holster steckt oder herauszieht. Weiterhin kann sich durch die Konstruktion Feuchtigkeit im Kopf sammeln, die Funktion der Lampe wird aber nicht beeinträchtigt.

    Ich mag das System der LL lieber, weil …”

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