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Die re:publica 2010 und die Veränderung der letzten Jahre #rp10

Miriam Meckel über This object cannot be likedDie re:publica 2010 ist gelaufen und was mir als Erstes auf der Zunge liegt, wenn man mich fragt wie es war, ist, die Weiterentwicklung der re:publica vom BarCamp XXL zu einem ernstzunehmenden Kongress auf hohem Niveau. Das spiegelt sich nicht nur in hochkarätigen Gästen wie Jeff Jarvis, Prof. Götz Werner oder Prof. Dr. Peter Kruse wieder, sondern vor allem auch im breiten Spektrum an angebotenen Panels.

War 2008 noch sehr technisch geprägt und sehr nerdig, so war 2009 schon etwas breiter aufgestellt, insbesondere mit etwas mehr Einblicken, die nicht nur technischer Natur sind. 2010 hat die re:publica nun aber von Technik, Wirtschaft, Psychologie, Verbraucherschutz bis hin zu Marketing und Sozialwissenschaften einiges zu bieten gehabt, das eines gemeinsam hatte: das Internet. Und nicht mehr nur noch die Bloglandschaft, die re:publica ist definitiv keine Blogger-Konferenz mehr, denn das wäre ein viel zu kleiner Teil des Internets, der hier abgedeckt würde. Man kann die re:publica guten Gewissens einen Internet-Kongress oder meinetwegen Social Media-Kongress nennen.

In den letzten Jahren wurden nach diversen Vorträgen immer wieder hitzige Diskussionen geführt, ob und wie sich die Dinge verändern können und sollten. Dass “wir”, als Internetgemeinde in solchen Punkten offenbar gar nicht auf einen Nenner kommen können, weil wir uns in Digital Residents und Digital Visitors spalten, hat Prof. Dr. Peter Kruse in seinem Vortrag “What’s next - Wie die Netzwerke Wirtschaft und Gesellschaft revolutionieren” sehr eindrucksvoll untermauert. Der Vortrag ist wirklich sehenswert und ein Mitschnitt vom Stream inkl. seiner Präsentation ist bereits auf Youtube zu finden, Teil 1, Teil 2 und Teil 3. Außerdem hat Daniel von mywebwork.de noch ein kleines Interview mit ihm geführt.

Falk Lüke vom Verbraucherzentrale Bundesverband hatte noch zu einem Workshop “Ihre Daten für unsere Zukunft” geladen, in dem natürlich auch aktuell brisante Themen wie die Politik von Facebook zum Thema Datenschutz und auch Google StreetView diskutiert wurden. Hier war unter anderem Stefan Keuchel, Pressesprecher Google Deutschland, dabei. Die Diskussion insgesamt hätte ich gern noch etwas weitergeführt, aber die Zeit lies es mal wieder nicht zu.

Ich könnte jetzt noch weitere Panels aufzählen, die ganz toll waren, aber auch welche, deren Titel viel versprach, die im Ergebnis aber zu nichts gekommen sind oder nichts brauchbares vermitteln konnten. Ich halte das aber für unangebracht, denn insgesamt war die re:publica 2010 die beste re:publica, die ich miterlebt habe.

Vielleicht kann man im nächsten Jahr gewisse Themen toppen, wenn man 2 Kontrahenten in einer Podiumsdiskussion aufeinander loslässt. Ich bin mir sicher, dass wir mit Jeff Jarvis und Miriam Meckel unseren Spaß gehabt hätten!

Und ich kann an dieser Stelle nur wiederholen, was ich gestern Abend schon persönlich kurz mit Tanja und Johnny Häusler von Spreeblick besprochen habe: Es macht Spaß, jedes Jahr bei der re:publica dabei zu sein und zu sehen, wie sie wächst und an Niveau gewinnt. Und ich persönlich nehme bei der re:publica mehr Input mit, als bei überteuerten Veranstaltungen wie der NEXT oder irgendwelchen Events, wo Typen wie Klaus Eck die 10 ultimativen Twitter-Tricks aus der Tasche zaubern und die Herrschaften im Anzug sportlich ins Moleskin kritzeln.

2 Responses to “Die re:publica 2010 und die Veränderung der letzten Jahre #rp10”

  1. 1
    annelieNo Gravatar Says:

    Daumen hoch!

  2. 2
    MarkusNo Gravatar Says:

    Also mir war das dieses Jahr ein bisschen zu politisch und zu sehr Social als nerdig. Schade, aber so verändert sich dann eben auch das Publikum.

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