Kulinarischer Hochgenuss am Hausvogteiplatz
Donnerstag, Januar 3rd, 2008Ich bediene heute mal die Feinschmecker und Freunde guter, bzw. asiatischer Küche mit einem Tipp aus meinem “Gute Restaurants”-Repertoire. Wenn das Gefallen findet, werde ich es fortführen.
Unser heutiger Ausflug geht nach Mitte an den Hausvogteiplatz 11a. Gegenüber vom ProSieben, Sat.1, N24- und Kabel.1-Studio in der Jägerstraße finden wir das GOODTIME. Auch die Website ist wahrlich ein Augenschmaus. Also unbedingt mal besuchen.
Geboten bekommt der Feinschmecker dort thailändische und indonesische Küche. Wer es gern mal etwas würziger mag, ist bei den Indonesern ohnehin gut aufgehoben, jedoch haben die Berliner Indorestaurants den schlechten Ruf, dass die Schärfe nicht landestypisch sei. Vergesst das alles. Wenn ihr wollt, gibts hier Feuer auf den Löffel.
Die Gerichte sind mit kleinen Symbolen, Chilischoten und Knoblauchzehen versehen. Je nachdem, wie intensiv damit verfeinert wird, bekommt das Gericht bis zu 5 Chilischoten oder bis zu 3 Knoblauchzehen. Und an der Stelle wirds gefährlich. Ich persönlich mag es gern mal gut gewürzt, aber zu scharf ist einfach nicht mehr schön, weil dabei der komplette Geschmack am Essen verloren geht.
Die Karte ist insgesamt anschaulich bunt gehalten, eine Seite jedoch ist Schwarz, die Schrift Rot. Auf dieser Seite findet man das Gericht “Rind aus der Hölle”. 5 Chilischoten, 3 Knoblauchzehen. Ich möchte ehrlich gesagt nicht wissen, was in der Küche für eine Party abgeht, wenn jemand dieses Gericht bestellt und die Jungs alles reinkippen was sie finden, wo irgendwas wie “HOT!” draufsteht.
Ich halte mich gern an die Gerichte mit Ente und auch dort ist Vorsicht geboten, 2 Chilischoten und 1 Knoblauchzehe sind nicht zu unterschätzen. Brennt gerne mal etwas auf den Lippen. Und ein bisschen Schweißperlen auf der Stirn muss man auch einkalkulieren.
Das soll aber nicht negativ klingen! Mit 1 Chilischote ist man aber echt gut bedient, wenn man es gern “gut gewürzt” mag. Alles jenseits von 3 Chilischoten sollte man jedoch denen überlassen, die kein Interesse am guten Geschmack haben, sondern die Geschmacksnerven lieber etwas betäuben möchten.
Ein Besuch im Goodtime wird durch echt toll geschmückte Getränke (mit kleinen Palmenblättern und anderen, sehr sehenswerten Accessoires) abgerundet und der Blick aufs Feuer in der offenen Küche ist auch sehr interessant. Darüberhinaus wird zum Essen gern mal ein aus Kohlrabi geschnitzter Schwan serviert.
Im Sommer kann man auf dem Innenhof sitzen, alkoholfreie Cocktails genießen und den Stadtlärm hinter sich lassen.
Das Goodtime, mittlerweile eines meiner absoluten Lieblingsrestaurants gibts derweil auch in der Chausseestraße und am Teltower Damm, diese beiden Filialen kenne ich jedoch nicht und ich bleibe guten Gewissens beim “Original”.
Preislich ist man mit einem Essen zwischen 8 - 15 EUR ziemlich gut bedient, zumal man einfach das sehr schöne Ambiente erwähnen muss und vorallem auch die erwähnte Dekoration auf dem Teller. Das Besteck, sowie Geschirr sind ebenfalls sehr ausgefallen, wodurch einfach ein sehr gesundes Preis-/Leistungsverhältnis entsteht.


