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Archiv für die Kategorie ‘Berlin’

Tobi bloggt fremd

Samstag, März 15th, 2008

Im Rahmen einer trigami-Freestyle-Kampagne kam mir vor einigen Wochen der Auftrag ins Haus geschneit, für den Schweizer Städtereisenanbieter Citytrip einen authentischen, für Touristen interessanten Bericht aus der Sicht eines “Locals” über Berlin zu schreiben. 400-700 Wörter wurden gefordert, Labertasche Tobi hat knapp 800 Wörter abgeliefert.

Gute 2 Wochen musste ich jetzt warten, dass der Artikel online geht, da noch einige andere vor mir in der Warteschleife hingen und pro Tag nur ein Artikel online geht. Außerdem habe ich via flickR schöne, wirklich schöne Bilder zusammengesucht, die laut CC-Lizenz auch für kommerzielle Werke freigegeben sind, aber das hat den Citytrip-Betreiber Ralf leider abgeschreckt und es wurden komplett andere Bilder verwendet, die natürlich in diesem Zusammenhang nicht in den Artikel passen. Schade! Gefordert waren ca. 5 Links, ich hab’s gut gemeint und wollte nicht auf jeden Bezirk und seine Szene, oder jede Sehenswürdigkeit ausführlich eingehen, stattdessen habe ich fleißig verlinkt, hauptsächlich auf Wikipedia um keinen übertrieben kommerziellen Gedanken zu provozieren. Dass es im Endeffekt über 50 Links waren, erfuhr ich per Mail, habe sie nicht gezählt. Aber auch hier wurde fleißig geschnippselt, nofollow hätte es aber aus technischer Sicht auch getan.

Da das exklusive Nutzungsrecht für den Artikel bei Citytrip liegt, darf ich ihn hier nicht veröffentlichen, aber natürlich verlinken. Lest ihn und lasst mich Eure Meinungen und Gedanken wissen. Ich bin wirklich gespannt.

Btw: Knapp 55 EUR gab es, falls es jemanden interessiert… ;)

BVG-Streik ab Mittwoch!

Dienstag, März 4th, 2008

Deutschland im Streikfieber. Und wie soll es anders sein? Die BVG macht natürlich mit.

Hinsetzen, Anschnallen, Festhalten: 10 Tage! Zehn! Eins-Null! 10 Tage Streik. Ab morgen. Na aber Hallo.

Da heißt es volltanken, oder die Kette ölen, Reifendruck checken und in die Pedalen treten und vor allem: Geduld aufbringen. Und wenns geht auch etwas Verständnis. Oder nicht?

Und weil streiken gerade wieder “in” ist, hängt sich die GDL auch wieder rein und zieht mit. Was erwartet uns da bald? Berlin im Ausnahmezustand? Absoluter Stillstand?

Was denkt ihr? Gerechtfertigt? Überzogen, gleich 10 Tage Streik anzusetzen? Habt ihr Verständnis?

Meine Meinung ist, dass man im Hause BVG nach der dicken Kündigungswelle vor 2-3 Jahren froh sein sollte einen Job zu haben, da sind mind. 200 EUR mehr als Forderung ziemlich mutig, aber leider fehlt Gewerkschaften in solchen Situationen branchenübergreifend das Fingerspitzengefühl, was böse nach hinten los gehen kann. Denn auch das Land Berlin ist “nur” ein Arbeitgeber und muss zusehen, dass die Bilanz irgendwo stimmt, gerade im Milliardenloch Berlin.

Foto - © by elmada

Update 16:45: Aaaaah. Ab Montag (10.03.08) streikt also auch die GDL definitiv, wenn die Deutsche Bahn, respektive Hartmut Mehrdorn nicht bis Sonntag Abend den vorliegenden Tarifvertrag absegnet. Ergo: Ausnahmezustand!!

Ich prognostiziere hiermit, dass morgen die Spritpreise steigen! Also heute die Autos volltanken! Unbedingt… bis es überläuft. Und den Kanister nicht vergessen! Und die leeren Flaschen im Kofferraum. Und in die Reserverradmulde passt auch was!

Sommer 2008: Die Strandbars in Berlin - Teil II

Sonntag, März 2nd, 2008

Nachdem ich bereits letzte Woche eine Liste mit den schönen Strandbars in Berlin veröffentlicht habe, werde ich die Liste heute um weitere Strandbars erweitern. Jedoch in einem zweiten Beitrag, weil die Strandbars aus dem letzten Artikel alle am Wasser sind. Ausgenommen der Bundespressestrand, der aber in Wassernähe ist. Dieser Beitrag hier soll euch die Strandbars in der Stadt zeigen, die dort eine kleine Oase zum Chillen bilden…

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Sommer 2008: Die Strandbars in Berlin

Montag, Februar 25th, 2008

Nach dem eher mäßigen Sommer 2007, soll der Sommer 2008 2006-like wieder so richtig ballern. Da wir untermeer’ten Wasserratten ja aber doch das kühle Nass mögen, beherbergt die Spree einige schöne Strandbars, die auch im Sommer 2008 nicht unbesucht bleiben sollten. Eine Übersicht dieser Strandbars gibt’s hier.

Eine der Schönsten, die Strandbar Mitte wurde leider zugepflastert und ist damit aus dem Rennen, bleiben für den Sommer 2008 folgende Strandbars in Berlin:

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Berlin soll leiser werden!

Sonntag, Februar 10th, 2008

So titelte die Berliner Zeitung in ihrer gedruckten Ausgabe vom Mittwoch, den 6. Februar 2008, in der Online-Fassung steht “Immer mit der Ruhe”.

Der Anlass dieses Artikels ist die 2002 in Kraft getretene Richtlinie der Europäischen Union zur Reduzierung von Umgebungslärm. Der Berliner Senat hat sich dieser Aufgabe angenommen und als erste Stadt in Deutschland ist Berlin komplett in Lärmkarten eingeteilt, das erschütternde Ergebnis: 340.000 Berliner sind Nachts einem gesundheitlich nicht mehr vertretbaren Schwellenwert von mind. 55 Dezibel ausgesetzt (entspricht ca. 10,03% der Bevölkerung [Stand 03/07]). Na au weia. Mein Vorschlag wären Oropax auf Kosten der Krankenkassen, aber Neeeeeeeiiin, wieso sollte man es sich so leicht machen, wenn man auch halb Berlin auseinandernehmen kann?

Der Senat beauftragte ein Ingenieurbüro und eine Planungsgruppe zur Lärmbekämpfung, zielführend ist das Erarbeiten von Gegenmaßnahmen, die Highlights dieser tollen Vorschläge wie folgt:

  • Tempo 30 ganztägig auf dem Mariendorfer Damm bzw. dem Tempelhofer Damm (DIE Verkehrsachse aus dem Süden in die Innenstadt), sowie der Prinzenallee und der Badstraße im Wedding und weiteren Hauptverkehrsstraßen.
  • Ausdehnung der Parkzonen (Parkraumbewirtschaftung) in der Innenstadt, Begründung: Parkgebühren vermindern prinzipiell den Verkehr (Resultat: Mehr Bahnfahrer), wodurch weniger Parkplatznotstand besteht und in Folge dessen weniger Parkplatzsuchverkehr durch Parkplatzbrennpunkte schleicht.

Also Punkt 1 ist völliger Quatsch, würde man den Tempelhofer Damm in einen vernünftigen Zustand bringen, würden klappernde LKWs viel weniger Lärm verursachen und man würde nicht eine der Verkehrsachsen in ihrer Funktionalität einschränken. Tempo 30 bedeutet nämlich auch, dass pro Stunde viel weniger Autos die Straßen passieren können, was im Umkehrschluss zu mehr Stau und längeren Fahrwegen führt, ergo: Zeitliche Ausdehnung der RushHour. Tolle Idee!

Punkt 2 klingt nicht doof und ist gut begründet und ganz beiläufig spülts auch noch ein wenig Geld in die leeren Kassen der Hauptstadt Kassen der Kreditgeber Berlins. Aber der absolute Knaller kommt jetzt:

  • […] schlagen die Experten vor, auf einigen Straßen die Fahrbahnen schmaler zu gestalten. “Kapazitätsreduzierung” und “Neuorganisation des Straßenraums” sind die Stichwörter. Wenn zum Beispiel die Beusselstraße in Moabit […] nur noch einen Fahrstreifen pro Richtung hätte, würde der Verkehr abnehmen - und der Lärm.

Wie würde Gunnery Sergeant Hartman sagen? “Bullshit!”

Für solche “Ideen” bekommen Leute Geld? Zu was soll es denn bitte führen, die verkehrsführenden Straßen in ihrer Kapazität einzuschränken, außer dass Verkehr sich auf umliegende Straßen verteilt, diese verstopft und neue Stau- bzw. Lärmprobleme verursacht?

Ich denke dieses Planungsbüro soll Problemlösungen erarbeiten und nicht halbherzige Vorschläge machen, die Probleme nur umschichten und an anderen Stellen neue Probleme verursachen. Wären Berlins Straßen in einem vernünftigen Zustand wären solche Debatten überhaupt gar nicht notwendig, da eine glatte Straße viel weniger Lärm verursacht. Aber gerade das Paradebeispiel Tempelhofer Damm Acker ist von Deutschen Bauarbeitern Pfuschern in einen löchrigen und gepflickten Zustand versetzt worden, sodass man dort fast Slalom fährt um das schlimmste zu vermeiden.

Das sieht die Stadtsenatorin für Gesundheit, Umwelt und Verbrauscherschutz Katrin Lompscher (Linke) leider anders, ihrer Meinung nach sollte der Senat noch in diesem Sommer den Lärmminderungsplan verabschieden, es geht nun mal nicht ohne Eingriffe in den Straßenverkehr, er sei “Lärmquelle Nummer Eins”, lässt Frau Lompscher mitteilen.

Steak essen im F’Hain

Montag, Februar 4th, 2008

Das gute Feedback auf den letzten derartigen Eintrag macht mir Hoffnung, dass auch hier wieder der ein oder andere Besseresser bedient wird. :-)

Ich würde es dies mal nicht unbedingt als kulinarischen Geheimtipp wie das GOODTIME verkaufen, aber einen Besuch kann man schon mal wagen.

Es geht heute um ein SteakHouse im F’Hain. Geworben wird mit dem Slogan „Preise wie vor 20 Jahren“, ob sie sich seitdem nun wirklich nicht verändert haben kann ich nicht beurteilen, aber Fakt ist, auf der Karte stehen noch sehr runde DM-Preise, welche nach dem ordentlichen Kurs (1 EUR = 1,95583 DM) zu EUR umgerechnet wurden. Dadurch entstehen krumme Preise wie 5,06 EUR für ein 200g-Steak, bzw. 7,11 EUR für ein 300g-Steak.

Ich habe mir ein 300g-Steak in Champignonsoße mit Kroketten und Sauerrahm gegönnt und war mit 8,90 EUR echt gut bedient. Das Steak war super, medium bestellt und so was von dermaßen medium bekommen. Ein sehr gutes Steak.

Beim Service konnte der Laden leider nicht punkten. Der ungeduldigste Gast bin ich nicht unbedingt aber wenn’s einem schwer gemacht wird, muss so’n Kellner auch mal was vertragen. So geschehen am Samstag, zu 19 Uhr für 22 Personen reserviert. 19.10 Uhr gab es dann einen Tisch für 13 Leute. Ich wollte es kaum glauben, aber der Kellner meinte dann noch ganz trocken „Der Tisch hier vorne wird gleich frei.“ (4 Personen, wären wir bei Platz für 17), die Herrschaften haben aber noch ein Bier bestellt, statt der Rechnung, was dem Guten wohl entgangen war. Nach ner deutlichen Ansage kam er dann mit ein paar Stühlen unter den Armen angeflitzt (Der Tisch war groß genug) und 19.15 Uhr saßen endlich alle. Gute 10-15 Minuten nach der Bestellung hatten alle ihr Essen und ich kann mich nur wiederholen, das Steak war wirklich gut. Aber LowPrice auf Kosten von Service? Na ja… für das kleine Portemonnaie und „mal so“ definitiv einen Besuch wert, aber für ein nettes Essen zu Zweit mit mehr Service gibt’s dann doch bessere Adressen.

Darüber hinaus jedoch sehr positiv aufgefallen ist mir, dass nur ein Drittel des Restaurants „Raucher“ ist, zwar nicht räumlich voneinander getrennt, aber man bekommt es als Nichtraucher doch nicht so mit wie üblich. Empfand ich als sehr angenehm. Beim Gang in Richtung Toiletten muss man dann zwar durch den Nebel, aber irgendwas ist ja immer…

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Brigitte Zypries überlebt die Berliner U-Bahn!

Sonntag, Januar 20th, 2008

Und liest man die Kolumne von Franz Josef Wagner in der Bild, könnte man beinahe den Eindruck bekommen, dass es sich dabei um ein Wunder handelt. Schließlich kommen des nächtens viele Menschen auf den 170 Berliner U-Bahnhöfen um.

Zum Hintergrund der Geschichte, Brigitte Zypries, Bundesjustizministerin seit 2002, wurde vom BILD-Kolumnisten F. J. Wagner eingeladen, eine Runde in der Berliner U-Bahn zu drehen, sich dem Pöbel und Gesocks hinzugeben, oder wie es Herr Wagner zu verpacken pflegt, “Unter-der-Erde-Fahrer”.

Anlass war die Gewalt in der Berliner U-Bahn und so drehten die beiden um 23 Uhr ihre Runde durch die “sozialen Brennpunkte” und Frau Zypries erklärte Herrn Wagner wie eine Notrufsäule funktioniert, was er umgehend notieren musste. In diesem Zusammenhang also bitte unbedingt das Video auf der oben verlinkten Seite anschauen. Ein paar dämliche Fotos hier und ein paar blöde Bemerkungen wie “Riechen Sie die U-Bahn?” dort runden diese Kolumne zu einem Etwas ab, dem ich ungefähr 0 von 47821489723469217845 Punkten geben würde. Na gut. 0,1. Okay?

Nun gut, sehr geehrter Herr Wagner, jetzt kommen Sie ins Spiel. (Herr Wagner wird selbstverständlich eine E-Mail bekommen, mit dem freundlichen Hinweis auf diesen Artikel).

Was fürn Zeug hauen Sie sich eigentlich rein, um so ‘ne Scheiße zu schreiben? Titel der Kolumne: “BILD mit Justizministerin in Berlins gefährlichster U-Bahn”. Schön und gut, aber welche U-Bahn ist denn nun die gefährlichste in Berlin? Sie scheinen es ja zu wissen und sollten die armen Berliner Unter-der-Erde-Fahrer nicht im Dunkeln stehen lassen, schließlich sind wir der Gefahr von jährlich 11.569 Straftaten ausgesetzt, wie sie so schön recherchiert haben. In ihrer Kolumne kann ich nämlich keine Angabe einer Linie ausmachen. Also ist die U-Bahn generell gefährlich und nicht eine einzelne Linie, oder wie?

Wir steigen aus. „Wohin soll ich fliehen“, frage ich die Ministerin, „wenn die Schläger mich verfolgen?“ Vor mir und hinter mir der U-Bahn-Schacht. Die Ministerin sagt: „Es gibt Notrufsäulen am Ende und am Anfang jeder U-Bahn-Station. Auch ein Kind oder Rollstuhlfahrer kann den Knopf drücken. Es ist der unterste.“ Ich stelle mir vor, wie ich blutüberströmt zu der Notrufsäule krieche und den untersten Knopf erreiche.

“Die Schläger”. Man man man, jedes Indivuum Untergrundfahrer-Gesicht (O-Ton “BILD”) in der U-Bahn ist also ein potentieller Schläger? Mit welchem Hintergrundgedanken veröffentlichen Sie denn bitte solche Äußerungen? Panikmache? Soll sich keiner mehr in die U-Bahn trauen? BILD-Leser haben doch schon so wenig Grips im Kopf, wieso muss man der von ihnen bedienten Randgruppe mit so ‘nem Müll auch noch Angst machen? Da empfinde ich die kürzlich auf watchberlin.de veröffentliche Video-Kolumne zur gleichen Thematik als wesentlich gelungener, als den Erguss vom Herrn Wagner.

Mehr zum Thema auch im Hauptstadtblog.

Shop dich reich!

Dienstag, Januar 15th, 2008

Für die Fashionvictims und Klamottenjunkies unter Euch folgender Tipp.

Der ADIDAS-Store in der Münzstraße in Berlin-Mitte wird aktuell umgebaut, sodass der gesamte Warenbestand in einem Behelfsshop äußerst preiswert rausgeschleudert wird, das betrifft auch die aktuelle Winterkollektion. Also unbedingt mal reinschauen. Habe mir heute ein paar Treter für 42 EUR gekauft, die regulär 89 EUR gekostet hätten.
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Berlin. Berlin. meinBerlin.de

Samstag, Januar 5th, 2008

Offenbar keine sooo neue Sache, aber erst durch meinen heutigen Mister-Wong-Newsletter wurde ich auf meinBerlin.de aufmerksam. Schon mal von gehört?

Ich hab’ mich natürlich prompt angemeldet und finds ganz nett.

Auf Basis der GoogleMaps kann man als registrierter Benutzer Orte, News und Events einchecken und der Welt zugänglich machen. Eine fehlende Funktion ist, dass man zu seinen Eintragungen keine Links angeben kann. Als Quellenangabe für die News, bzw. die Website einer Bar eigentlich erforderlich. Ansonsten ‘ne echt coole Sache, zu mal das Angebot schon ziemlich ordentlich ist. Die Navigation ist gewöhnungsbedürftig und man muss erstmal damit klar kommen, aber wenn man den Dreh raus hat, gehts. ;)

Obwohl auch in den GoogleMaps viele Bars, Cafes und Restaurants oder so von Hause aus drin stehen, ist diese Community ‘ne feine Idee, aber Eingabefelder für mehr Infos über die Locations fehlen echt. Und es ist auch leider keine Sortierung nach “italienischen Restaurants” möglich. Obwohl man beim Eintrag eines solche Tags wie “italienisch” und “Restaurant” vergeben könnte. Ich liebe Websites, auf denen man Tags vergibt, die danach keinerlei Funktion mehr haben. So kann man auch Datenmüll erzeugen.

Falls es euch aber interessiert, dann mal angucken. meinBerlin.de!

Kulinarischer Hochgenuss am Hausvogteiplatz

Donnerstag, Januar 3rd, 2008

Ich bediene heute mal die Feinschmecker und Freunde guter, bzw. asiatischer Küche mit einem Tipp aus meinem “Gute Restaurants”-Repertoire. Wenn das Gefallen findet, werde ich es fortführen.

Unser heutiger Ausflug geht nach Mitte an den Hausvogteiplatz 11a. Gegenüber vom ProSieben, Sat.1, N24- und Kabel.1-Studio in der Jägerstraße finden wir das GOODTIME. Auch die Website ist wahrlich ein Augenschmaus. Also unbedingt mal besuchen.

Geboten bekommt der Feinschmecker dort thailändische und indonesische Küche. Wer es gern mal etwas würziger mag, ist bei den Indonesern ohnehin gut aufgehoben, jedoch haben die Berliner Indorestaurants den schlechten Ruf, dass die Schärfe nicht landestypisch sei. Vergesst das alles. Wenn ihr wollt, gibts hier Feuer auf den Löffel.

Die Gerichte sind mit kleinen Symbolen, Chilischoten und Knoblauchzehen versehen. Je nachdem, wie intensiv damit verfeinert wird, bekommt das Gericht bis zu 5 Chilischoten oder bis zu 3 Knoblauchzehen. Und an der Stelle wirds gefährlich. Ich persönlich mag es gern mal gut gewürzt, aber zu scharf ist einfach nicht mehr schön, weil dabei der komplette Geschmack am Essen verloren geht.

Die Karte ist insgesamt anschaulich bunt gehalten, eine Seite jedoch ist Schwarz, die Schrift Rot. Auf dieser Seite findet man das Gericht “Rind aus der Hölle”. 5 Chilischoten, 3 Knoblauchzehen. Ich möchte ehrlich gesagt nicht wissen, was in der Küche für eine Party abgeht, wenn jemand dieses Gericht bestellt und die Jungs alles reinkippen was sie finden, wo irgendwas wie “HOT!” draufsteht.

Ich halte mich gern an die Gerichte mit Ente und auch dort ist Vorsicht geboten, 2 Chilischoten und 1 Knoblauchzehe sind nicht zu unterschätzen. Brennt gerne mal etwas auf den Lippen. Und ein bisschen Schweißperlen auf der Stirn muss man auch einkalkulieren. ;)

Das soll aber nicht negativ klingen! Mit 1 Chilischote ist man aber echt gut bedient, wenn man es gern “gut gewürzt” mag. Alles jenseits von 3 Chilischoten sollte man jedoch denen überlassen, die kein Interesse am guten Geschmack haben, sondern die Geschmacksnerven lieber etwas betäuben möchten.

Ein Besuch im Goodtime wird durch echt toll geschmückte Getränke (mit kleinen Palmenblättern und anderen, sehr sehenswerten Accessoires) abgerundet und der Blick aufs Feuer in der offenen Küche ist auch sehr interessant. Darüberhinaus wird zum Essen gern mal ein aus Kohlrabi geschnitzter Schwan serviert.

Im Sommer kann man auf dem Innenhof sitzen, alkoholfreie Cocktails genießen und den Stadtlärm hinter sich lassen.

Das Goodtime, mittlerweile eines meiner absoluten Lieblingsrestaurants gibts derweil auch in der Chausseestraße und am Teltower Damm, diese beiden Filialen kenne ich jedoch nicht und ich bleibe guten Gewissens beim “Original”.

Preislich ist man mit einem Essen zwischen 8 - 15 EUR ziemlich gut bedient, zumal man einfach das sehr schöne Ambiente erwähnen muss und vorallem auch die erwähnte Dekoration auf dem Teller. Das Besteck, sowie Geschirr sind ebenfalls sehr ausgefallen, wodurch einfach ein sehr gesundes Preis-/Leistungsverhältnis entsteht.