Blogverzeichnis - Blog Verzeichnis bloggerei.de

Bloggeramt.de
Blog Top Liste - by TopBlogs.de

Mich findet man auch hier:

tobiwei.de » Blog » Mein Leben als Berliner


Archiv für die Kategorie ‘Mein Leben als Berliner’

Wird Berlin langweilig?

Sonntag, Februar 24th, 2008

Bestimmt nicht. Um zu vermeiden, dass die Bewohner Resistenz gegen Sticheleien wie Streiks, Steuergeldverschwendung oder Verkehrsumleitungen entwickeln, denkt man sich in Berlin immer wieder neue Ideen aus, die definitiv keine Langeweile aufkommen lassen.

Als hätte man dem 3. Reich, seinen Opfern und dem Führer noch nicht genug nachgetrauert und Denkmäler gestiftet, wird noch eins geplant. Diesmal soll dem Hitler-Attentäter Georg Elser “an zentraler Stelle” ein Denkmal gebaut werden. Hallo? Hitler mal hin oder her. Ein Denkmal für versuchten Mord? Wie schauts dann mit Mördern aus? Was bekommen die? Einen Springbrunnen? Dann möchte ich am Washingtonplatz am Hauptbahnhof, der eh doof aussieht, einen Springbrunnen, in dessen Mitte George W. Bush mit den Fontänen spielt, immerhin war sein Saddam-Sturz erfolgreich.

(more…)

Berlin bloggt die Welt! - Teil 3

Sonntag, Januar 13th, 2008

Hiermit startet dann Teil 3 der bisher recht erfolgreichen Kolumne “Berlin bloggt die Welt“. Ziel dessen ist es nach wie vor, den Berlinern unter Euch mehr Horizont für die bloggenden Berliner zu verschaffen, aber auch um die Berliner Blogger mehr untereinander zu verknüpfen.

Eins der Sahnestücken unter den Berliner Blogs ist der Blog vom Stadtmagazin [030] welches in vielen Clubs, Bars, aber auch McDonald’s-Filialen gratis rumliegt und interessante Tipps fürs Berliner Nachtleben bereit hält. Gebloggt wird dort recht viel, aber meine Favoriten sind die Sex-Kolumnistin Shelley Masters und der Berlin Mitte Boy. Sollte man mal gelesen haben. Deren Kolumnen schaffen es auch immer in die gedruckte Ausgabe mit einer Auflage von immerhin 60.000 Exemplaren. Besucherzahlen in dieser Größenordnung habe nicht mal ich*. ;) Jedenfalls nicht im Verhältnis zur 14-tägigen Ausgabe.

Puren Gonzo-Journalismus bietet man bei Elementarteile.de, wo ich auch hin und wieder gern mal reinschaue, sowie auch beim Schweineherbst. Schöne Berichte “live aus der Hauptstadt” gibts beim Stadtkind und natürlich auch im Blog von watchberlin (und darüberhinaus natürlich noch sehr schöne Videos)!

Weitere Erlebnisse, aus Sicht der Stadtkinder gibts auf den Blog von den Stadtkind-Stadtkindern. ;) Wer’s nicht kennt, auch das Stadtkind ist ein gratis Magazin mit viel Berlin-Input! Weitere interessante, gelegentlich lesenswerte Blogs bieten die Zeit (Ja ja, Springer, … blaaa!) im BerlinJournal und die Homezone Friedrichshain vom tagesspiegel.

* Besucheranalyse (interner Link)

Hilfe, dieser Tee ist heilig!

Samstag, Dezember 29th, 2007

Da habe ich mich an diesem saukalten Freitag noch entschieden, mir den Weihnachtsmarkt am Gendarmenmarkt nochmal anzutun, muss man ja ausnutzen, wenn man Urlaub hat und außerdem nach Weihnachten noch ein Weihnachtsmarkt geöffnet hat.

So beim Rumschlendern über den Markt fiel mir plötzlich ein Teestand auf. Ja, Tee. Trinke ich ja doch manchmal ganz gern. Und aktuell ein wenig verschnupft, kann ja nicht schaden. Ich prompt zum “YOGI-Tee Himalaya - Ginger Harmony” gegriffen, 15 Beutel für 3,30 EUR.

Vom Kauf eines leckeren Tees überzeugt reichte ich das Paket über den Tisch und wurde von der Verkäuferin mit folgender Frage konfrontiert: “Junger Mann, sind Sie sich denn im Klaren darüber, was Sie ihrem Körper mit diesem Tee gutes tun?” Ähm. Bin ich? “Da Sie so fragen, erwecke ich wohl den Anschein als wäre ich es nicht, oder?” - “Na ja, sie müssen wissen, das ist kein gewöhnlicher Tee.” - “Ach?” - “Ja, es handelt sich bei dieser Gewürzmischung um ein altes indisches Rezept, welches in der Ayurveda-Heilkunst schon vielen Menschen zu neuen spirituellen Ansätzen verholfen hat.” - Na meine Güte, mir wurde innerlich die Gefahr bewusst, dass der Genuss dieses Tees übernatürliche Fähigkeiten hervorrufen könnte. Und das für 3,30 EUR. Aufm Berliner Weihnachtsmarkt. Andere Leute krauchen um die halbe Welt, um sich selbst zu finden! Und ich werde das mit diesem Tee schaffen. Irre.

“Gibt’s denn bei diesem tollen Tee irgendeine besondere Verzehr-Herangehensweise? Nicht, dass ich den Tee unwürdig behandele. Floristen reden ja mit ihren Blumen, damit sie besser wachsen. Sollte ich mit dem Tee vielleicht reden, dass er besser schmeckt?” - Spätestens hier war der Punkt erreicht, an dem die Gute hätte merken müssen, dass ich ihren Trip nicht teile und sie verarsche. Aber dem war nicht so. “Mit dem Tee reden wäre nun zuviel des Guten, junger Mann. Aber sie sollten ihn wohlbedacht zubereiten. Es empfielt sich Mineralwasser, statt Leitungswasser und ich empfehle das Erwärmen des Wassers in einem Topf, über einer Gasflamme und nicht in einem Wasserkocher.”

Neben mir standen ein paar Mädels, die halb-interessiert an irgendwelchen Liebeskugeln Halsketten aus heiligem Holz rumgespielt haben und dort wohl nur noch standen, weil sie dieses interessante Gespräch nicht missen wollten.

“Gibt es weitere Informationen, die ich vielleicht über diesen Tee wissen sollte?” - “Schauen Sie mal auf der Seite der Verpackung, dort stehen Tipps für Yogaübungen, die in Verbindung mit dem Tee sehr entspannen und regenerierend wirken.” - “Na dann bin ich ja jetzt vorbereitet, um den Tee zu genießen, oder?” - “Ja, ich denke schon. Ich empfehle übrigens die Kombination mit leicht aufgeschäumter, warmer Milch. Das entfaltet noch intensiver den Geschmack der verwendeten exotischen Gewürzmischung”.

Ist notiert. Das Wasser ausm Hahn blubberte dann ‘ne Stunde später im Wasserkocher und ‘n Glas Milch drehte bereits seine Runden in der Mikrowelle. Ein entspannter Abend am Rechner war mein angedachter Zeitvertreib, dazu einen guten Tee. Also die Idee mit der Milch war echt super, das schmeckt sehr gut. Starbucks verkauft das für 4,20 EUR pro Glas als Chai Latte. Aber welcher Erfahrung bin ich nach einer Kanne Tee nun reicher? Der Schnupfen ist weg. Unglaublich. Bevor ich dem Tee aber heilende Kräfte zuspreche, warte ich noch die Nacht voll Schlaf ab. Gehts mir morgen früh richtig gut, werde ich ab sofort einen Teebeutel pro Tag lutschen. Vielleicht verdoppelt sich ja die Länge meines Glieds. Dann verschicke ich ab 2008 lustige “Penis enlargement”-Mails die sicher jeder aus seinem Spam-Ordner kennt… ;)

(more…)

Berlin bloggt die Welt! - Teil 2

Freitag, Dezember 21st, 2007

Der gute Zuspruch auf Teil 1 meiner Kolumne “Berlin bloggt die Welt!” animiert mich jetzt gerade, den zweiten Teil zusammenzustellen. Für Hinweise und Tipps auf gute Blogs bin ich immer sehr dankbar, unabhängig davon ob in Deutsch oder Englisch gebloggt wird (andere Sprachen verweigere ich, da ich sie nicht spreche/verstehe ;) ).

Ich möchte jedoch keine anonyme Liste erstellen, wo jeder mal “Hier!” rufen darf. Ich möchte doch schon Blogs weitergeben, die mir persönlich gefallen und vor allem jene, die es geschafft haben in meinem monströsen Feedreader einen Platz zu bekommen. Berlinspezifisch tummeln sich da aktuell an die 40 Blogs, das bietet a) noch Futter für weitere Kolumnen und b) ist dort auch noch Platz! ;)

(more…)

Hilfe, das Fenster ist zu!

Montag, Dezember 17th, 2007

Dank unserer Senatorin für Stadtentwicklung, Ingeborg Junge-Reyer gibt es mal wieder eine neue Debatte. Neuerdings engagiert sich Frau Junge-Reyer nämlich für die Busfahrgäste, bzw. deren Ärger darüber, dass sie nicht mehr aus den Busfenstern gucken können, wie heute die Onlineausgabe der Bxxx meldet. (Sorry, für diese Quelle.) ;)

Was soll das denn schon wieder? Berlin ist doch arm, aber sexy. Und um noch sexier (gibt es dieses Wort? Wie steigert man “sexy”?) zu werden, brauchen wir halt Geld.

Wovor haben Busfahrgäste denn Angst? Dass Busfahren bald so trist wie U-Bahnfahren wird? Will man sich mit dem Bus von A nach B bewegen, oder eine Stadtrundfahrt machen (Okay, ‘ne “Ausnahme” für den 100er wäre ‘n Argument)?

Machen wir uns nichts vor, die beklebten Fenster lassen immernoch eine gewisse Aussicht zu, wer natürlich vor hat, mit dem Bus ‘ne Stadtrundfahrt zu machen und durchs Fenster alles zu fotografieren ist halt arm dran.

Aber es ist schön, wie mal wieder der eigentlich noch geltende Grundsatz gebrochen wird, dass sich die Politik aus der Wirtschaft raushält.

Aggro (ÖPNV) Berlin.

Freitag, Dezember 7th, 2007

Dass S-Bahnfahren toll ist wisst ihr. Und was man dabei so erlebt, bzw. was für Typen man begegnet, wisst ihr spätestens seit meiner S-Bahnkolumne.

Aber noch viel geiler ist es ja in so ‘ner Straßenbahn.

Berlin, ein grauer Freitag Morgen, es ist 6:45 Uhr. Es regnet. Geschätzte Temperatur, ca. 5° C, Windgeschwindigkeit, na ja… irgendwas zwischen “ganz schön luftig” und Orkanstärke.

Die Straßenbahn trudelt ein, Tür uff. Peng! Wand! 45° C, 99,5% Luftfeuchtigkeit. Fette Jacke, Handschuhe, Schal. Junge, Junge, wird warm, wa? Jacke uff, Schal ab. Immernoch warm. Die Bahn natürlich sauvoll, nüscht iss’ mit Sitzplatz. Drumherum viele pustende Gesichter, denen das tropische Klima in der Bahn genauso schmeckt. Also, meine Mission steht fest, die kleine Frau neben mir hat keine Chance, jemals die Dachluke zu erreichen, also werde ich diesen Job auf mich nehmen. Bewusst wähle ich nicht die Dachluke, die sich gegen die Fahrrichtung öffnet, sodass die Luft direkt durch die Bahn pfeift, sondern jene, die nur einen leichten Luftstrom erzeugt und eher warme Luft absaugt. Ich muss es wissen, immerhin stoße ich mir an der Stange unter der Luke regelmäßig den Kopf. Und glaubt mir, so luftig ist es da oben gar nicht! ;)

Oooooh. Schön. Die Temperatur fällt schlagartig, die Atembeklemmungen verschwinden allmälig und man kann schon fast durch das eine Fenster gucken. “Alta, ick gloob’ ditt hackt. Watt machste denn die scheisse da uff, man? Ditt iss’ kalt. Hast Du’n Knall?” brüllt jemand hinter seiner “Die Hellersdorfer”-Zeitung hervor. “Meister, haste ma versucht durch ditt Fenster da kieken? Merkste watt?” - Derweil ist die Bahn noch voller geworden und die geöffnete Dachluke reicht nicht mehr aus um ein gemäßigtes Klima innerhalb der Bahn zu gewährleisten. Aber da gibt es ja zum Glück die Seitenfenster, mhh ich muss zugeben, wenn so’n Teil offen ist, dann pfeift’s auch richtig. Aber scheiss drauf. Ich habe eine Mission! “Samma iss ditt jetzt dein Ernst, oder watt? Muss ick ditt jetzt erst zumachen, ODER MACHSTE JETZT ENDLICH MA DITT SCHEISS FENSTER, UND DIE KACKLUKE DA OBEN ZU?”

Die 14-jährige Jamba!-Braut (Definition: Siehe S-Bahnkolumne) neben dem Hellersdorfer Schreihals ist gerade wach geworden, nimmt Bushido aus’m Ohr: “Ey watt schrei’n se denn hier so rum? Sei’n se doch froh, dasse hier drinne nich ersticken!” - “Wer hat denn dich gefragt? Und Du da! Jaaaa, Du! Watt jetzt? DIE SCHEISSE ISS’ IMMERNOCH OFFEN” - “Man, die scheisse bleibt ooch offen!” - Mutti neben mir, geschätzt: Mitte 40, “Na ja junger Mann, also das Seitenfenster könnten Sie ja vielleicht doch zu machen, warm ist der Wind ja nicht gerade”. “Man, der Arsch soll auch diese scheiss Luke zu machen, das ist kalt hier!!!”. “Der Arsch macht das Fenster zu, Chef, die Luke bleibt offen. Angekommen?” - “Wirste jetzt auch noch frech, oder watt? Ick steh’ gleich uff”. “Gute Idee, dann kann sich die ältere Dame an den Krücken, die da neben Ihnen steht, vielleicht hinsetzen!” - Die Gesichter um mich herum vermitteln mir, Punkt für mich! Entgegen meiner Erwartung steht der lautstarke 150kg-Sack doch tatsächlich auf, faltet “Die Hellersdorfer” zusammen und verstaut sie in seiner LIDL-Tüte. Oma Stock nimmt Platz. Jetzt, wo der Schreihals steht, fällt ihm auf, dass ich ca. 3 Köpfe größer bin und auch er niemals diese scheiss Luke erreichen wird. Einen blöder, verdutzter Blick ist vom lautstarken Organ übrig geblieben.

“Ding Dong - S-Bahnhof Landsberger Allee” - Ooooh. Tobi muss aussteigen. Und die Luke muss wohl offen bleiben.

Die Ringbahn fährt ein, bleibt stehen, ich kann gar nicht durch die Fenster schauen. Was’n da los? Die Türen gehen auf. Kein Platz, überall Leute. Au man, hier ein bisschen schieben, da ein bisschen drücken und ein höfliches “Ääh, könnte ich mal bitte?” und ich ergattere diesen kleinen Platz an der Tür. Die Türen gehen zu. Alexa-Atmosphäre beschreibt den Zustand wohl am besten. Durch das Gerüttel klatsche ich mit der Wange kurz gegen die Scheibe und rubble ein Loch frei, welches sofort wieder beschlägt. 180°-Scanblick… “Hallo, könnten Sie vielleicht ein Fenster aufmachen?” - “Ja, klar.” - Fenster offen. So ‘ne Ökoschnitte im Selfmade-Wollpulli steht auf, PENG, Fenster zu. “Alta, spinnst Du? Ditt iss’ Winter draußen!”

Berlin bloggt die Welt!

Freitag, Dezember 7th, 2007

Berlin ist toll. Ich weiß. Touristenmagnet, Multikultimetropole, Randgruppensammelbecken, Freakshow, Kulturgut und mindestens noch eine Prise Geschichte, mal so als Abriss, was unsere Stadt ausmacht. Neben den vielen anderen Dingen.

Berlin fasziniert nicht nur die in Berlin geborenen, sondern auch die Wahlberliner. Da gibt es zum Beispiel den Briten Ian Barwick, er bloggt auf berlin-faq.com über Hauptstadtkuriositäten. In die Liste der Blogger reihen sich zusätzlich Amerikaner und Kanadier ein. Stil in Berlin ist ein Blogprojekt, bei dem man die Outfits einiger schräger (Berliner) Vögel präsentiert. Das ohne beiläufige blöde Kommentare. Das müsst ihr Euch angucken, ich würde solche Bilder nie unkommentiert veröffentlichen… ;) Aber die Jungs sind Gentlemen und schweigen. Gut so. Sehr sehenswert! Bei Knicken beschäftigt man sich mit Musik und Pop-Kultur, ein immer interessantes Thema. Für bessere elektronische Musik setzt sich das Berlin-Mitte-Institut ein.

Ich bin auch mehr als froh, nicht soviel Zeit wie die Betreiber vom Ostkreuzblog zu haben, dort wird popelig genau der Umbau des Bahnhofs Ostkreuz beschrieben, sowie jeder Pfund einer rostigen Schraube unter einem Sandhaufen genaustens dokumentiert. Langeweile muss man haben! Aber ich möchte das Engagement nicht unerwähnt lassen! ;)

Mein Kolumne “Berlin bloggt die Welt” werde ich jetzt regelmäßig veröffentlichen, da ich doch in einigen Berliner Blogs häufig rumstöbere. Und die Klassiker Spreeblick und den Hauptstadtblog kennt ja jeder, aber die kleineren Projekte möchte ich gern ein wenig unterstützen, um vielleicht selbst etwas Aufmerksamkeit zu bekommen und natürlich auch Euch, meinen Besuchern die Berliner Blogger vorzustellen.

Die Gattung des Bahnfahrers

Donnerstag, November 1st, 2007

S-Bahnfahren. Um das eigene Portemonnaie ein wenig zu schützen greift man ja doch mal auf das unbeliebte Transportmittel zurück. In heutigen Tagen, wo Streiken ja ein allwöchentlicher
Wir-machen-das-nur-noch-zum-Spaß-Zeitvertreib der GDL geworden ist, keine Selbstverständlichkeit.

An den Knotenpunkten wo Straßenbahn und S-Bahn, oder U-Bahn und S-Bahn (oder alle zusammen) eine Umstiegsmöglichkeit bieten ist während der Rush-Hour echt die Hölle los.
Ich unterscheide hierbei ironischerweise zwischen den Typen von Bahnfahrern.

(more…)